Wasser tanken

Wasser tanken beim Wohnmobil, so wird’s eine saubere Sache

Es ist wirklich schlimm, was man beim Wasser tanken fürs Wohnmobil so zu sehen bekommt. Ich erinnere mich momentan konkret an eine Situation auf einem Stellplatz in Amsterdam.

So sollte man es nicht machen

Hier konnte ich sehen, wie ein Wohnmobilfahrer seinen eigenen Wasserschlauch zum Wasser tanken verwendet hat. Er hat ihn mit dem Wasserhahn verbunden, dann aber festgestellt, dass sein Wohnmobil eigentlich auf der falsch herum stand. Er wollte den Schlauch um sein

Versorgungsstation Amsterdam, auch zum Wasser tanken
Versorgungsstation Amsterdam, auch zum Wasser tanken

Wohnmobil herum legen. Dafür war der Schlauch aber zu kurz. Daraufhin gab es für diesen Wohnmobilfahrer nur eine Lösung. Der Schlauch wurde unterm Wohnmobil hindurch geschoben. Und das, obwohl sich hier ein großer Abfluss für das Grauwasser befindet. Dieser Abfluss wurde zuvor schon intensiv benutzt, so dass die Fläche schon recht verdreckt aussah. Aber das war egal. Zu guter Letzt hat er diesen Wasserschlauch dann auch noch recht tief in seinen Einfüllstutzen geschoben, damit er nicht wieder rausrutschen konnte.

Ähnlich seltsam finde ich es, wenn ein fest installierter Schlauch einer Versorgungsstation nicht aufgehängt wird. Das ist meistens so vorgesehen. Es gibt aber leider zu viele, die den Schlauch einfach auf dem Boden liegen lassen. Ein ziemlich ignorantes und vor allem unhygienisches Verhalten.

Ich denke, dass man es so auf keinen Fall machen sollte. Ich gehe davon aus, dass sich manch einer auf diese Art schon Bakterien in den Tank geholt hat. Dabei sollte man gerade beim Auffüllen des Wassertanks schon ein wenig auf Sauberkeit achten.

Welche Hilfsmittel sollte man haben, um das Wasser sauber in den Tank zu bekommen?

An den meisten Zapfstellen für Wasser kann man recht gut mit einem gewöhnlichen Gartenschlauch  das kostbare Nass in den Tank bekommen. Wir haben 2 Schläuche mit unterschiedlichen Längen. Wenn wir sie aber mit einem Verbindungsstück  und einer Kupplung zusammenfügen, ist die Länge so, dass wir bequem einmal ums Wohnmobil kommen. Dann bleiben die oben erwähnten Schwierigkeiten außen vor.  Man benötigt, um ganz sicher zu gehen, zusätzlich noch verschiedene Wasserhahnadapter. Die Gewinde der Wasserhähne sind nicht  überall und in jedem Land gleich. ½ Zoll, ¾ Zoll und 1 Zoll sind gängige Größen, diese Größen haben bei uns im ausgereicht.  Das sind die Adapter, die oft an den Versorgungsstationen vergessen werden und am Wasserhahn angeschraubt bleiben.

Da es Wasserstationen gibt, bei denen man dafür bezahlt, wie lange das Wasser fließt, ist das Wasser tanken mit einem Schlauch hier natürlich wesentlich sinnvoller als mit einer Gießkanne oder einem Kanister.

Erleichtert wird das Auffüllen mit einem Gartenschlauch, wenn er mit einem Tankdeckel mit Schlauchanschluß an den Wassertank gekoppelt wird.

Auch eine gewöhnliche Gießkanne ist hilfreich

Eine Gießkanne mit einem Volumen von 10 Litern ist ein durchaus praktisches Hilfsmittel, wenn man sich auf einem Stellplatz oder Campingplatz befindet und man nur mal ein wenig Wasser nachfüllen will. Dann mache ich schon mal zwei oder drei kleine Spaziergänge zum Wasserhahn. Eine Gießkanne nimmt zwar viel Platz weg, aber ich ziehe sie einem Faltkanister eindeutig vor. Zum Einen lässt sich der Tank mit einer Gießkanne wesentlich einfacher befüllen und zum Anderen trocknet eine Gießkanne besser aus als ein faltbarer Kanister, bei dem gern noch Restfeuchtigkeit bleibt.

Eine kleine Wasserrohrzange sei noch erwähnt. Wobei sich diese eh mit in der Werkzeugkiste befinden sollte.

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Stellplatzführer als App oder gedruckt

Stellplatzführer als App oder gedruckt als Buch

Diese Frage stellt sich heutzutage, da das Smartphone und damit die Apps Einzug ins Leben gehalten haben. Was ist denn nun besser: ein Stellplatzführer als App oder gedruckt als Buch, so wie es noch vor wenigen Jahren üblich war.

Dennoch werden die Verzeichnisse für Wohnmobilstellplätze und Campingplätze jedes Jahr in einer neuen Auflage angeboten. Sie gehören bei vielen Campern immer noch zum Standardwerk bei Reisen durch Deutschland und Europa. Wenn die Reise nicht im Vorfeld bis ins Detail geplant ist oder zum Teil schon Plätze gebucht sind, stellt sich die Frage nach dem nächsten Reiseziel. Dies geschieht dann auch oft unter Berücksichtigung der möglichen Stellplätze. Hier kommen dann die Stellplatzführer mit all ihren Informationen ins Spiel – in welcher Form auch immer.

Stellplatzführer als App oder gedruckt
Stellplatzführer in Buchform

Ich habe erst kürzlich einige lose, bedruckte Blätter Papier entsorgt, auf denen wir Informationen von Stellplätzen für eine bestimmte Reise gesammelt hatten.  All diese Informationen hatten wir aus verschiedenen Internetseiten zusammengetragen und gesammelt. Das ist sehr lange her und macht heute niemand mehr. Da es für nur eine Reise war spielte damals (eigentlich gerade mal 13 Jahre) der Kauf eines Stellplatzführers in Buchform keine Rolle.

Wesentliche Nachteile der gedruckten Stellplatzführer

Das oben zu sehende Buch war bei uns einer der ganz frühen Stellplatzführer in geruckter Form. Es folgten Ausgaben vom Automobil-Club oder von Wohnmobil-Zeitungen.  Sie waren zusammen mit Straßenkarten lange die Basis bei unseren Reisen.  Leider mussten wir aber immer wieder feststellen, das die Bücher schon beim Kauf nicht mehr aktuell waren. Es gab immer wieder Stellplätze in den Büchern, die es nicht mehr gab. Das ist schon sehr ärgerlich, wenn man gezielt einen Platz zum Übernachten ansteuert und man dann vor Ort feststellen muss, dass es den Platz nicht mehr gibt!

Nicht ganz so schlimm ist es, wenn die wenigen Angaben, die über einen Stellplatz in den Büchern aufgeführt sind nicht stimmen oder sin verändert haben. Die Stellplätze können hier natürlich nur mit wenigen Stichworten beschrieben werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Schrift in den Stellplatzführern  meistens wirklich klein ist, was die Augen schon sehr anstrengt. Auch haben sie in der Regel ein recht hohes Gewicht.

Gegenüber einer App haben die Stellplatzführer in gedruckter Form aber auch wesentliche Vorteile. Diese führen wohl dazu, dass die Bücher immer noch ihre Berechtigung haben und daher noch am Markt sind.

Papier ist geduldig, unabhängig und zuverlässig

Die Unabhängigkeit von bedrucktem Papier ist wohl der größte Vorteil. Man bezahlt einmal für einen Stellplatzführer und hat ihn bei Bedarf immer zur Verfügung. Im Unterschied zu einem digitalen Hilfsmittel kann eine derartige Papiervariante eines Stellplatzführers zwar runterfallen, aber nicht abstürzen. Der Stellplatzführer in Buchform benötigt keinen Strom, kein verfügbares WLAN oder irgendein anderes Netz. Und Roaming-Gebühren, wenn man sich außerhalb der EU bewegt, sind einem Buch auch fremd. Egal wo man sich gerade befindet, ein Blick ins Buch funktioniert.  Und das ohne große Vorkenntnisse, da es einfach in der Handhabung ist.

Stellplatzführer als App oder gedruckt,Apps für die Stellplatzsuche (Android)
bunte Apps für die Stellplatzsuche (Android)

Was spricht für die Apps?

Ein großes Plus der Apps ist, dass man die Suche nach einem Stellplatz nach den eigenen Bedürfnissen in den Voreinstellungen einschränken kann.  Mithilfe der Voreinstellungen kann man sich durch die Nutzung von GPS auch sofort die Camping- oder Stellplätze in einem vorher bestimmten Umkreis anzeigen lassen. Die Suche verläuft wesentlich schneller, da kein langes und aufwendiges Blättern nötig ist. Ein echter Mehrwert bei begrenzter Urlaubszeit.

Die Informationen, die die Apps über Stellplätze zur Verfügung stellen sind deutlich reichhaltiger und auch wesentlich aktueller.  Da sie von Anwendern bearbeitet werden können, gibt es regelmäßige Ergänzungen, die auch aktuelle Fotos oder sogar kurze Filme umfassen können. Die gedruckten Ausgaben werden nur einmal im Jahr aktualisiert und eventuelle Bewertungen gehen  auf eine Momentaufnahme einer einzelnen Person zurück.

Stellplatzführer als App oder gedruckt? Diese Frage lässt sich einfach beantworten

Mein Fazit:

Stellplatzführer als App oder gedruckt in Form eines dicken, umfangreichen Buches – beide Varianten haben definitiv ihre Berechtigung, ihre eigenen  Stärken und individuellen Vorzüge. Die digitalen Stellplatzführer auf dem tablet oder smartphone sind inzwischen eine durchaus annehmbare Alternative zur gedruckten Variante. Die elektronische Version eröffnet eine neue Form der Informationen, die umfangreicher und dennoch schneller ist. Aber ich denke, dass ein Buch und eine App sich nicht gegenseitig ersetzen und im Weg stehen. Es ist so, dass man am Besten fährt (oder schläft), wenn man beides zur Verfügung hat.

Gibt es noch weitere Kriterien, die ich vergessen habe? Was verwendet ihr um ein Platz zum Pausieren zu finden?

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Parkplatz im Neptun Center

Parkplatz im Neptun Center in Rostock

Im letzten Jahr haben wir ein paar Tage mit unserem Wohnmobil an der Küste von Mecklenburg Vorpommern verbracht. Nach einer angenehm ruhigen Nacht außerhalb von Rostock sind wir wieder in die Stadt gefahren.  Um unsere Vorräte etwas aufzufrischen und  um eventuell regionale Produkte zu kaufen, haben wir den Parkplatz im Neptun Center in Rostock angesteuert, um hier zu parken und

Neptun Center in Rostock
Neptun Center in Rostock

natürlich auch zum Einkaufen. Wir hatten dieses Einkaufscenter über unser Navigationsgerät gefunden.

Nach dem wir ankamen, waren wir angenehm überrascht. Uns war natürlich nicht klar, dass es sich bei dem Einkaufcenter um ehemalige Hallen der Neptun-Werft aus DDR-Zeiten handelt. Der Eindruck dieser riesigen Hallen, in denen wir auch parken konnten, war klasse. Auch die zweite Halle, in der sich die Geschäfte befinden hat uns beeindruckt. Es gibt hier verschiedene kleinere und größere Geschäfte. Allerdings waren, wie in allen Städten üblich, in erster Linie große Handelsketten vertreten. Dennoch hat es Spaß gemacht, sich hier ein wenig umzuschauen. Wir in einem wirklich gut sortiertem Supermarkt schließlich auch alles und noch mehr bekommen, was wir haben wollten

Parkplatz im Neptun Center, Rostock
Parkplatz im Neptun Center mit dem kleinen Hinweisschild

 

Nach etwa 20 Minuten haben wir den Teil mit den Geschäften wieder verlassen  und uns zu unserem Wohnmobil begeben. Aus größerer Entfernung habe ich schon gesehen, dass da irgendetwas am Scheibenwischer klemmt. Ich dachte sofort, dass wir eine Schramme oder einen Kratzer hätten und uns der Verursacher eine Nachricht hinterlassen hat.  Dem war nicht so!

Nein, es war ein Strafzettel

 

Was, ein Strafzettel ! Wofür, wieso???  Es war ein  automatisierter Ausdruck um die Strafzettel möglichst ökonomisch verteilen zu können.  Uns wurde vorgeworfen, das wir keine Parkscheibe im Mobil liegen hatten.  Parkscheibe? Hier? Erst jetzt haben wir gesehen, dass hier an ein paar wenigen  Stellen Schilder hängen, die auf die Verwendung einer Parkscheibe hinweisen.  Und mir fiel ebenso auf, dass an diesem Tag auf dem Parkplatz eine Herr herumlungerte, der sich vermutlich auf alle neu geparkten Autos stürzte, um seine Tickets auszudrucken. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass es auch Autofahrer gibt, die bereits nach  5 Minuten einen Strafzettel erhalten hatten, wie man es bei FB oder auch bei google maps in den Bewertungen des Neptun Centers nachlesen kann. Der Begriff der Abzocke wäre hier angebracht.

Die verantwortliche  Firma Eastrella UG (mit Sitz in Rostock) hat es mit ihrer Methode immerhin auch schon in die regionalen Ostsee-Zeitung  geschafft.

Der Tag hat also richtig schlecht begonnen!

Danach haben wir uns einen angenehmeren Platz etwas außerhalb gesucht, bei dem es offensichtlich war, dass er etwas kostet, um unser Womo abzustellen. Wir wollte jetzt lieber die Fahrräder nutzen um uns weiterhin in Rostock  aufzuhalten und um uns die Stadt anzuschauen. Rostock hat uns gut gefallen und wir werden wiederkommen, aber wir würden nicht wieder im Neptun Center einkaufen gehen.

Es hatte übrigens eine einzige E-Mail ausgereicht, damit der Strafzettel zurückgenommen wurde. Über den Inhalt der Mail schreibe ich hier aber besser nichts. Gern aber per persönlicher Nachricht.

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