Wohnmobil und Fahrrad ergänzen einander

Wohnmobil und Fahrrad gehören zusammen – ein Plus an Mobilität

Wohnmobil und Fahrrad – für uns eine willkommene Kombination. Unsere Fahrräder sind  ständige Begleiter, wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Ohne geht gar nicht! Egal wohin es auch geht.

Das mag damit zusammenhängen, dass ich im Flachland groß geworden bin. Für mich das Fahrrad in der Stadt schon immer ein Fortbewegungsmittel der ersten Wahl gewesen.

Die Vorteile liegen eigentlich auf der Hand. Die Mobilität erfährt durch das

Wohnmobil und Fahrrad - Heckträger
Wohnmobil und Fahrrad – Heckträger

Mitnehmen eines Rades ein große Bereicherung.  Wo immer man einen Stellplatz gefunden hat. Mit dem Rad ist man am Morgen schnell beim nächsten Bäcker und kann frische Brötchen holen. Ist der Platz etwas entfernt vom Stadtzentrum, dann ist auch diese Entfernung schnell überbrückt.  Wie schon in einem Artikel über den Stellplatz in Amsterdam geschrieben habe, bietet sich ein Fahrrad gerade in einer größeren Stadt  zum zügigen Fortbewegen an. Wenn die besuchte Stadt dann noch über ein ordentliches Radwegenetz verfügt umso besser. Mit dem eigenen Fahrrad ist man der Regel auch wesentlich flexibler, als wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen würde.  Schließlich kann man spontan anhalten, wenn man etwas entdeckt hat und sich näher anschauen möchte. Bei Bussen oder Strassenbahnen geht das wohl eher nicht. So flexibel sind öffentlichen Verkehrsmittel dann leider doch nicht.

Manchmal kann man auf dem Weg vom Stellplatz oder Campingplatz in das Zentrum einer Stadt auch das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.  In Wien ist es zum Beispiel vom Campingplatz ‚Neue Donau‘ bis in die Altstadt ein sehr angenehmer Radweg an der Donau entlang, der durch ein sehr schönes Naherholungsgebiet der Stadt führt. Auf dem Rückweg zum Campingplatz lassen sich, im nächsten Supermarkt dann noch schnell Lebensmitteleinkäufe erledigen und recht bequem transportieren.

Freizeitwert kommt noch ergänzend dazu

Die Kombination aus Wohnmobil und Fahrrad hat natürlich auch einen hohen Freizeitwert. Man kann mit einem Mountain-Bike die Berge erklimmen oder mit einem Rennrad durch die Bretagne touren. Und immer hat man eine Dusche und das eigenen Bett dabei. Man kann aber auch einfach eine gemütliche Tagestour durch die Camargue machen und dabei sehr viel mehr sehen, als wenn man zu Fuß unterwegs wäre.

Wir nehmen keine kostbaren Räder mit

Unsere Fahrräder, die wir am Wohnmobil mitnehmen, sind bewusst keine großen Kostbarkeiten. Sie sind bequem und lassen sich gut fahren. Auch ein kleiner Transportkorb für den kleinen Einkauf ist fest montiert.

Da wir im Vorfeld ja nie genau wissen, wo wir unsere Räder unbeaufsichtigt abstellen, um zu Fuß weiter zu gehen oder um irgendein Gebäude zu besichtigen oder einen Einkauf zu tätigen, ist es doch beruhigend, dass wir keine hightech-Räder vor der Tür abschließen. Wir haben es schon erlebt, dass  genau in dem Moment, als wir unsere  ‚betagten‘ Fahrräder abgeschlossen haben, uns eine Frau darauf hingewiesen hat, dass ihr Rad soeben geklaut wurde. Sollte eines dieser weniger kostbaren Fahrräder mal abhanden kommen wäre es natürlich auch ärgerlich und im Urlaub dann auch eine Einschränkung – aber irgendwie verschmerzbar.

Wohnmobil und Fahrrad lassen sich technisch  bequem verbinden

Eigentlich gibt es drei verschiedene Optionen um ein oder auch mehrere Fahrräder zu transportieren.

Da ist zunächst der Transport im Inneren des Wohnmobils oder des Reisevans. Gerade bei den zum Reisevan ausgebauten Kastenwagen gibt es oft Varianten, bei denen das Bett im Heck hoch- oder zur Seite geklappt werden kann.  So lassen sich ein oder zwei Räder bequem durch die großen Hecktüren im Inneren des Vans verstauen.

Als weitere Möglichkeit gibt es den Transport der Räder in einer Heckgarage. So werden große Stauräume bezeichnet, die sich im Heck des Wohnmobils befinden. Sie sind meist unterm erhöhten Bett und habe mindestens  eine große Tür an der Seite des Wohnmobils. Es gibt auch verschiedene Modelle, bei denen auf sich der gegenüberliegenden Seite ein weitere Tür befindet. Diese Varianten erleichtern das Abstellen der Fahrräder natürlich.

Auch bei den Heckträgern für bis zu 4  Fahrrädern gibt es für das Transportieren der Räder hilfreiche  Erleichterungen. Eine Absenk- und Hebefunktion erleichtert gerade bei schweren Fahrrädern, wie beispielsweise Elektro-Rädern, das Beladen erheblich.  Bei Heckträgern  ist zu beachten, dass das Gewicht an der Rückwand des Wohnmobils hängt. Hier sind unbedingt Vorgaben des Herstellers zu berücksichtigen. Für recht schwere  Lasten ist sicherlich ein Träger für eine Anhängerkupplung vorzuziehen.

Für Heckträger gibt es eine Reihe weiterer Zusatzausstattungen. Unter anderem kann es gerade, wenn man lange Etappen zurücklegt, vorteilhaft sein, die Fahrräder mit einer speziellen Fahrradschutzhülle  abzudecken. Bei wertigen Rädern  wirklich ratsam. Gerade die Sättel verdrecken beim Transport besonders bei Regen. Wir stülpen allerdings einfache Plastiktüten über die Sättel und fixieren diese mit Spanngurten.  Wie oben schon geschrieben sind unsere Drahtesel schon betagter.

Besonderheit in Italien und Spanien

Bei der Mitnahme der Räder auf einem Heckträger nach Italien oder Spanien gelten besondere gesetzliche Bestimmungen, die eingehalten werden sollten. In Italien und Spanien wird von Kfz-Führern verlangt, dass sie über das Fahrzeugheck
hinausstehende Ladung mit einer Warntafel kennzeichnen. Die Tafel ist auch anzubringen, wenn lediglich ein Heckträger (mit oder ohne Ladung) angebracht ist, selbst in eingeklapptem Zustand. Auch die Größe und das Material dieser Warntafeln ist vorgeschrieben. Sie müssen sowohl in Italien als auch in Spanien 50*50 cm groß sein. Sie müssen rot-weiß schraffiert und aus Metall sein. Wer auf dieses Schild lieber verzichtet, kann mit eine Bußgeld belangt werden, das deutlich teurer ist als das Schild selbst.

Ergänzendes Wohnmobil-Inventar

Wer mit zusätzlichem Fahrrad reist, sollte auch das Inventar seine Wohnmobils etwas anpassen und aufstocken.  Ein Platten am Fahrrad ist schon wirklich ärgerlich.  Ich durfte einmal in Italien mein Rad vom Strand bis zum  5 km entfernten Wohnmobil schieben. Es war sandig und heiß und hat wirklich keinen Spaß gemacht. Wer dann kein Flickzeug hat, kann  sich mehrere Tage an diesem Platten erfreuen und  im restlichen Urlaub aufs Rad verzichten oder das Rad  irgendwo zur Reparatur abgeben. Also aufwendig  eine Werkstatt suchen und auf die Reparatur warten.

Flickzeug und Fahrradpumpe gehören bei uns mit zum Inventar. Wenn das Wohnmobil aus dem Winterquartier geholt wird, wird es mit einigen uns wichtigen Utensilien bestückt.  Dazu gehören eine Mini-Fahrradpumpe aus Aluminium, die auch gut bei Radtouren mitgenommen werden kann, ein kompaktes und umfassendes Werkzeug und Flickzeug. Ebenso haben wir ein aufladbares LED Fahrradbeleuchtung Set dabei.

Wohnmobil und Fahrrad, für uns eine geniale Kombination, mit der wir  unter anderem schon in Städten wie Paris, Florenz, Prag oder Amsterdam unterwegs waren.  Überall hat es Spaß gemacht dieses ‚untouristische‘ Fortbewegungsmittel zu nutzen.

 

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Wohnmobil und Fahrrad - für uns eine willkommene Kombination. Unsere Fahrräder sind ständige Begleiter, wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Ein paar Tipps und Erfahrungen
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